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  Juni 2002

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 28.06.02 - Zeugen längst vergangener Zeit (WV)


Neue Heimatstube des Heimat- und Verkehrsvereins in Hegensdorf / Sonntag Eröffnung

Zeugen längst vergangener Zeit

Hegensdorf (eB). Im Jahr 975 wurde der Ort Hegensdorf erstmals urkundlich erwähnt. Damit gehört die heute etwa 1000 Einwohner zählende Gemeinde zu den ältesten Ortscharten im Bürener Stadtgebiet. Zeugnisse der Geschichte sind von Sonntag an in der neuen Heimatstube zu sehen.

Spuren und Hinterlassenschaften dieser und darüber hinaus gehender Zeiten haben Forscher, Archivare, heimatgeschichtlich interessierte Bürger und natürlich die Natur über Jahrhunderte hinweg gesammelt und behütet.

Geschichte sichtbar

Der Hegensdorfer Heimat- und Verkehrsverein und hier ganz besonders sein Vorsitzender Heinz Lummer haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Hegensdorfs aufzuarbeiten, Funde und Relikte aus vergangenen Zeiten zu sammeln, sie zu dokumentieren und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Aber genau da lag bisher der "Hase im Pfeffer". Zwar hatte man schon eine beeindruckende Stückzahl an Exponaten im Bestand, aber es fehlten die Räumlichkeiten, sie zu zeigen.
"Unser Traum war es schon lange, eine Heimatstube einzurichten, um hier der interessierten Öffentlichkeit
die Geschichte Hegensdorfs in Bild, Text und Exponaten näher zu bringen", sagt Heinz Lummer, der auch Ortsheimatpfleger ist.
Als unlängst der ehemalige Gruppenraum zwischen der Schützenhalle und dem Kindergarten frei wurde, nutzte der Verein die Gelegenheit, diesen Raum für seine Zwecke einzurichten. Nach einigen Monate des Renovierens, und Einrichtens ist es nun soweit. Die Hegensdorfer Heimatstube wird am Sonntag, 30.Juni, ab 14 Uhr offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Bilderwand

Bis 19 Uhr haben alle Interessierten die Gelegenheit, sich den neu gestalteten Raum anzusehen und die bisher zusammen gekommenen historischen Gebrauchsgegenstände zu begutachten. "Vielleicht", so hofft Heinz Lummer, "erinnert sich der Eine oder Andere daran, dass er auch er noch etwas hat, was er der Heimatstube überlassen kann."
Zu den Herzstücken der Heimatstube gehört eine umklappbare Bilderwand. Hier wird auf Dokumenten, Fotos, Zeitungsberichten und Aktenkopien nicht nur die Entwicklung des Ortes dargestellt, sondern auch vieles über die Menschen, Vereine, Feste, Aktivitäten, Geschäfte und Unternehmungen gezeigt.
Aber es gibt auch echte Kuriositäten zu sehen. Dazu gehört der Riemschuh, der in früheren Wintern das Rutschen der eisenbereiften Ackerwagen im Hochgebirge von Hegensdorf verhindern sollte.
Dass selbst das kleine Dorf Hegensdorf von Tieffliegern im Zweiten Weltkrieg nicht verschont geblieben ist, bezeugen neben Zeitzeugenberichten auch die Splitter der Bombe, die in der Nähe der ehemaligen Antoniuslinde abgeworfen wurde und erheblichen Sachschaden verursachte.
Zu erwerben sind in der Heimatstube auch die Bücher und Chroniken, die in den vergangenen Jahren erschienen sind und jeweils Renner waren.

Heinz Lummer, der seit vielen Jahren sehr aktiv die geschichtliche Aufarbeitung Hegensdorf durchführt, gehört zu den Vätern der neuen

Heimatstube, die am kommenden Sonntag 14 Uhr eröffnet wird. Foto: Büttner

Quelle: Westfälisches Volksblatt


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