Spuren und Hinterlassenschaften
dieser und darüber hinaus gehender Zeiten haben Forscher,
Archivare, heimatgeschichtlich interessierte Bürger
und natürlich die Natur über Jahrhunderte hinweg
gesammelt und behütet.
Der Hegensdorfer Heimat- und Verkehrsverein und hier ganz
besonders sein Vorsitzender Heinz Lummer haben sich in
den vergangenen Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, die Geschichte
Hegensdorfs aufzuarbeiten, Funde und Relikte aus vergangenen
Zeiten zu sammeln, sie zu dokumentieren und sie der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen.
Aber genau da lag bisher der "Hase im Pfeffer".
Zwar hatte man schon eine beeindruckende Stückzahl
an Exponaten im Bestand, aber es fehlten die Räumlichkeiten,
sie zu zeigen.
"Unser Traum war es schon lange, eine Heimatstube
einzurichten, um hier der interessierten Öffentlichkeit
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die Geschichte Hegensdorfs
in Bild, Text und Exponaten näher zu bringen",
sagt Heinz Lummer, der auch Ortsheimatpfleger ist.
Als unlängst der ehemalige Gruppenraum zwischen der
Schützenhalle und dem Kindergarten frei wurde, nutzte
der Verein die Gelegenheit, diesen Raum für seine
Zwecke einzurichten. Nach einigen Monate des Renovierens,
und Einrichtens ist es nun soweit. Die Hegensdorfer Heimatstube
wird am Sonntag, 30.Juni, ab 14 Uhr offiziell ihrer Bestimmung
übergeben.
Bis 19 Uhr haben alle Interessierten die Gelegenheit, sich
den neu gestalteten Raum anzusehen und die bisher zusammen
gekommenen historischen Gebrauchsgegenstände zu begutachten.
"Vielleicht", so hofft Heinz Lummer, "erinnert
sich der Eine oder Andere daran, dass er auch er noch
etwas hat, was er der Heimatstube überlassen kann." |
Zu den Herzstücken der
Heimatstube gehört eine umklappbare Bilderwand. Hier
wird auf Dokumenten, Fotos, Zeitungsberichten und Aktenkopien
nicht nur die Entwicklung des Ortes dargestellt, sondern
auch vieles über die Menschen, Vereine, Feste, Aktivitäten,
Geschäfte und Unternehmungen gezeigt.
Aber es gibt auch echte Kuriositäten zu sehen. Dazu
gehört der Riemschuh, der in früheren Wintern
das Rutschen der eisenbereiften Ackerwagen im Hochgebirge
von Hegensdorf verhindern sollte.
Dass selbst das kleine Dorf Hegensdorf von Tieffliegern
im Zweiten Weltkrieg nicht verschont geblieben ist, bezeugen
neben Zeitzeugenberichten auch die Splitter der Bombe,
die in der Nähe der ehemaligen Antoniuslinde abgeworfen
wurde und erheblichen Sachschaden verursachte.
Zu erwerben sind in der Heimatstube auch die Bücher
und Chroniken, die in den vergangenen Jahren erschienen
sind und jeweils Renner waren.
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