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01.
- 15. Januar 2002
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| 03.01.02
- Keine Forensik im Haarener Wald (NW) |
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Forum der Leser
Keine Forensik im Haarener Wald
Betrifft: Bericht "Forensik-Knast
neben JVA?" in der NW-Ausgabe vom 20. Dezember.
Widerstand gegen Stadt und Land! Wie aus verschiedenen
Pressemitteilungen zum Jahresende bekannt wurde, plant das Land
den Bau einer Forensik-Haftanstalt im Haarener Wald unmittelbar
neben der schon bestehenden Abschiebehaftanstalt "Stöckerbusch".
Erschreckend muß man dann auch noch feststellen, daß
die Stadt Büren (Bürgermeister und Rat) scheinbar
nicht abgeneigt sind diesem Vorhaben zuzustimmen. Aufgrund der
zeitlichen Dringlichkeit soll schnellstmöglich eine Entscheidung
getroffen werden. Ist es dann nicht blanker Hohn, wenn Bürgermeister
Runge in Bürgerversammlungen um "Verständnis
und Akzeptanz" werben will?
Rufen wir uns einmal bekannte Fakten/Daten ins Gedächtnis
zurück: Seit mindestens Mitte November 2001 ist unserm
Herrn Bürgermeister das Ansinnen des Landes bekannt. Anfang
Dezember unterrichtete er den Rat der Stadt und es wurde gleichzeitig
"Stillschweigen" vereinbart. Nur auf Druck der örtlichen
Presse kam es dann am 20. Dezember zur ersten Information der
Öffentlichkeit. Hat er prima hinbekommen unser Bürgermeister!
In der letzten Ratssitzung konnte über das brisante Thema
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nicht gesprochen werden und über
die Feiertage bis zum Neuen Jahr ist ja dann auch mit Reaktionen
der Öffentlichkeit nicht oder nur in geringem Umfang zurechnen.
Für wie dumm halten uns eigentlich unsere gewählten
Volksvertreter? Diese Fragestellung muß an dieser Stelle
wohl erlaubt sein. In der Kürze der Zeit will man in Bürgerversammlungen
um Verständnis und Akzeptanz werben. Ja, wann soll das
denn geschehen?
Es entsteht hier doch wohl eher der Eindruck, daß die
politische Vertretung der Stadt Büren sich schon längst
auf eine Zustimmung geeinigt hat. So geht es nicht!
Soziale Belange der
Bevölkerung
müssen Vorrang haben
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Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit des Maßregelvollzugs
müssen die sozialen Belange der Bevölkerung vor politi-schen
und ökonomischen Beweggründen bei der Bestimmung von
Forensik-Standorten Vorrang haben.
Grundgesetzlich ist geregelt und garantiert, daß das Recht
der Bevölkerung auf Leben und Unversehrtheit vor dem Anspruch
der Straftäter aufwiedereingliederung Vorrang hat.
Auch in anderen Ortsteilen und Nachbargemeinden formiert sich
Widerstand. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie
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über unsere Köpfe hinweg
über ein solch brisantes Thema entschieden wird.
Der aktuelle Versuch wieder einmal den ländlichen Raum
für eine schnelle Realisierbarkeit und politische Durchsetzbarkeit
einer sozial unverträglichen Entscheidung auserwählt
zu haben, wird so nicht hingenommen.
Halbherzige Information
verschleiert Sicherheitsprobleme
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Die Sicherheitsängste der Bevölkerung sind ernst zu
nehmen. Halbherzige, unqualifizierte und irreführende Informationspolitik
täuscht bewußt über die wahre Sicherheitsproblematik
an Forensik-Standorten hinweg.
Wir haben unsere Volksvertreter in Büren, den Bürgermeister
und alle Ratsmitglieder, persönlich angeschrieben. Wir
fordern sie auf: l. die geplante Forensikabteilung abzulehnen,
2.in einer großen Bürgerversammlung über den
bisherigen Verfahrensablauf/Sachverhalt lückenlos aufzuklären,
3.sich vor einer Entscheidung über das Meinugsbild der
hier ansässigen Bevölkerung zu informieren und dieses
zu respektieren! Wir wollen keinen Forensikstandort im "Haarener
Wald".
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Ulf Beyer
Arbeitskreis gegen Forensik-Standort Stöckerbusch
Schöne Aussicht 11
33142 Büren-Hegensdorf
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Quelle: Neue Westfälische Zeitung |
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| 03.01.02
- Widerstand formiert sich (WV) |
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Gegen Forensikstandort
Widerstand formiert sich
Hegensdorf (WV/han).
In Hegensdorf formiert sich der Widerstand gegen den vom Land Nordrhein-Westfalen
geplanten Bau einer Forensik-Haftanstalt im Haarener Wald nahe der
Abschiebehaftanstalt. Zu einer Versammlung fanden sich etwa 80 Dorfbewohner
ein und gründeten einen "Arbeitskreis gegen den Forensikstandort
Stöckerbusch". Vorsitzender der Gruppe, die auf breiten
Rückhalt in der Dorfbevölkerung bauen könne, ist
Ulf Beyer.
Es sei erschreckend festzustellen,
schreibt Beyer in einer Pressemitteilung. dass Bürgermeister
und Rat der Stadt Büren scheinbar nicht abgeneigt seien,
dem Vorhaben zuzustimmen. Wegen der zeitlichen Dringlichkeit
solle schnellstmöglich eine Entscheidung getroffen werden,
"Ist es dann nicht blanker Hohn, wenn Bürgermeister
Runge in Bürgerversammlungen um Verständnis und Akzeptanz
werben will?" fragt der Hegensdorfer. Es entstehe der Eindruck,
dass die politische Vertretung der Stadt Büren sich schon
längst auf eine Zustimmung geeinigt habe.
Forderungen
an Ratsmitglieder
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"Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit
des Maßregelvollzuges müssen die sozialen Belange
der Bevölkerung vor politischen und ökonomischen Beweggründen
bei der Bestimmung von Forensik-Standorten Vorrang haben",
fordert der Vorsitzende des Arbeitskreises. Schließlich
garantiere das |
Grundgesetz, dass das Recht der
Bevölkerung auf Leben und Unversehrtheit vor dem Anspruch
der Straftäter auf Wiedereingliederung Vorrang habe.
Auch in anderen Ortsteilen und Nachbargemeinden formiere sich
Widerstand. Beyer: "Wir werden nicht tatenlos zusehen,
wie über unsere Köpfe hinweg über ein solch brisantes
Thema entschieden wird."
Der aktuelle Versuch, wieder einmal den ländlichen Raum
für eine schnelle Realisierbarkeit und politische Durchsetzbarkeit
einer sozial unverträglichen Entscheidung auserwählt
zu haben, werde so nicht hingenommen.
Der Arbeitskreis habe den Bürgermeister und alle Ratsmitglieder
persönlich angeschrieben und Forderungen gestellt: Die
geplante Forensikabteilung solle abgelehnt werden, in einer
großen Bürgerversammlung solle über den bisherigen
Verfahrensablauf und Sachverhalt lückenlos aufgeklärt
werden.
Zudem sollten sich die Politiker vor einer Entscheidung über
das Meinugsbild der ansässigen Bevölkerung informieren
und dieses respektieren.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 04.01.02
- FDP: Eickelborn-Patienten ... (WV) |
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Ministerin will Straftäter in Psychiatrie unterbringen
FDP: Eickelborn-Patienten bedrohen Pflegepersonal
Von Ernst-Wilhelm Pape
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Büren (WV).
Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Landschaftsverbände
Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland aufgefordert, freie Plätze
in der allgemeinen Psychiatrie für die Unterbringung
von psychisch kranken Straftätern zur Verfügung
zu stellen. Entsprechende Pläne von Ministerin Birgit
Fischer (SPD) hat gestern Ministeriumssprecher
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Walter Godenschweger
bestätigt. Die Landschaftsverbände hätten bereits
Interesse an einer solchen Lösung bekundet, sagte Godenschweger.
Genaue Zahlen, wieviel psychisch kranke Schwerverbrecher in
die Kliniken eingewiesen werden sollen, gebe es noch nicht.
Die Landschaftsverbände prüften derzeit ihre Kapazitäten.
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Nach Informationen dieser Zeitung
strebt Ministerin Fischer an, dass die ersten Patienten, die
eigentlich in den gesicherten sogenannten Maßregelvollzug
(Strafkliniken) gehören, noch in diesem Jahr in die Psychiatrien
der Landschaftsverbände einziehen. - Auf den ersten Blick
gebe es in der allgemeinen Psychiatrie keine freien Plätze,
hieß es. Schaue man genauer hin, sei die Situation aber
anders. Der LWL unterhält elf Kliniken für Erwachsenenpsychiatrie
unter anderem in Gütersloh und Paderborn.
Als Übergangslösung will das NRW-Gesundheitsministerium
psychisch kranke Straftäter auch in einer seit zehn Jahren
leerstehenden Kaserne in Büren gegenüber der Abschiebehaftanstalt
und in einer stillgelegten Lungenheilklinik im Rhein-Sieg-Kreis
unterbringen. In Büren hat sich bereits |
eine Bürgerinitiative gegen
diese Pläne ausgesprochen (wir berichteten).
Die vorübergehende Unterbringung der psychisch kranken
Straftäter, wie Mörder, Vergewaltiger und Brandstifter,
soll auf bis zu sieben Jahre befristet werden. In dieser Zeit
sollen die geplanten neuen Strafkliniken mit 470 Plätzen
in Köln, Münster, Dortmund, Herne, Essen und Duisburg
errichtet werden. Die neuen Kliniken sollen in erster Linie
die überfüllte Maßregelvollzugseinrichtung in
Lippstad-Eickelborn entlasten.
In Eickelborn werden zur Zeit 340 Patienten behandelt, obwohl
die Klinik raumlich nur für 305 Patienten ausgelegt sei,
beklagte jetzt die FDP-Fraktion im Parlament des LWL in Münster.
Medizinisch notwendige Kriseninterventionsräume sowie Sozial-
und Besucherräume seien dauerhaft |
mit Patienten belegt. Und in den
vorhandenen Patientenzimmern gebe es zu viele Betten. Die Folge
dieser Überbelegung, so Fraktionsvorsitzender Gerhard Wolf
(Lippstadt), seien verstärkt Übergriffe von Patienten
auf das Personal, eine zunehmende Frustration der Mitarbeiter,
eine Einschränkung der erforderlichen Therapien sowie Probleme
beim Brandschutz.
Die FDP fordert daher die Einrichtung von Strafkliniken an Justizvollzugseinrichtungen.
Vor allem in Abschiebehaftanstalten, wie Büren, gebe es
noch freie Plätze. Büren verfügt nach Angaben
des Justizministeriums über 530 Plätze, 375 Häftlinge
seien untergebracht. Femer müsse, so die FDP, die Zuständigkeit
des Maßregelvollzugs vom Gesundheitsministerium auf das
Justizministerium übertragen werden.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 04.01.02
- Information über Forensik (WV) |
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Information über Forensik
| Büren (han). Die Forensische
Anstalt, die das Land Nordrhein-Westfalen möglicherweise
im Haarener Wald errichten will, bewegt in Büren weiter
die Gemüter. Eine Informationsveranstaltung für alle
Bürger findet am Mittwoch, 16. Januar, um 19.30 Uhr im
Theatersaal der Stadthalle Büren statt. Das Land NRW wird
bei der Veranstaltung durch Klaus Bösche, leitender |
Ministerialdirigent im Gesundheitsministerium,
den Forensikbe-auftragten des Landes, Uwe Dön-sich-Seidel,
und den leitenden Regierungsbaudirektor Wilhelm Bo-klage vertreten
sein. So soll allen Interessierten die Möglichkeit gegeben
werden, sich aus erster Hand über das umstrittene Thema
zu informieren und sich ein Meinungsbild zu schaffen.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 04.01.02
- Wer trägt das Risiko? (WV) |
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Forensik-Pläne im Haarener Wald
Wer trägt das Risiko?
Mit dem geplanten Bau einer Einrichtung
für psychisch kranke Straftäter im Haarener Wald nahe
Hegensdorf beschäftigt sich dieser Leser.
Sehr geehrte Bürener Stadtväter, sehr geehrte Forensik-Befürworter
Erst. sollte die Giftmülldeponie kommen, dann kam die Abschiebehaftanstalt
(JVA) und jetzt werden schon Pläne für eine mögliche
Unterbringung von psychisch kranken Straftätern ausgearbeitet.
Aus Sicht der Landesregierung in Düsseldorf wird anscheinend
nach einem Weg des geringsten Widerstands gesucht. Für
ländliche Regionen wie beispielsweise das Bürener
Land nimmt man an, dass kaum Protest gegen eine solche Einrichtung
erwächst. Es wird von Übergangsregelungen beziehungsweise
-lösungen gesprochen, die angesichts der zu tätigenden
Investitionen schnell zu Dauerlösungen werden können.
Aus diesem Grund darf man erst gar nicht den "kleinen Finger"
reichen. Ehe man sich versieht, sind auch Versprechungen wie
"keine Lockerungen" im Strafvollzug und "kein
Freigang" schnell Makulatur.
Vor diesem Hintergrund muss gleich den Anfängen solcher
Pläne entschieden widersprochen und klar herausgestellt
werden, dass durch die Existenz der Abschiebe- |
haftanstalt (JVA) und .den daraus
resultierenden Demonstrationen die psychische Belastbarkeit
der Bürener Bevölkerung längst ausgereizt ist.
Es entsteht darüber hinaus teilweise der Eindruck, dass
man sich von Seiten der städtischen Verantwortlichen anscheinend
auch von vagen finanziellen Versprechungen und spekulativ-möglichen
Arbeitsplätzen locken lässt. Aber man muss auch die
Frage stellen, wer das Risiko trägt, falls wirklich einmal
etwas passiert. Der Sicherheitsaspekt wird immer wieder hervorgehoben
und mögliche Gefahren werden verharmlost, um potenzielle
Bedenken der Bürger zu entkräften. Im Falle eines
tatsächlichen Obergriffes tritt für mögliche
irreparable Folgen allerdings keiner der Befürworter ein.
In einigen Orten Deutschlands (auch in Eickelborn) wird und
wurde über Ausbrüche aus entsprechenden Einrichtungen
berichtet. Man muss verhindern, dass Büren eine zweifelhafte
Bekanntheit erlangt, indem Nachrichtenmagagzine über uns
berichten wie zum Beispiel über Eberswalde und andere Kleinstädte,
in denen unschuldigen Kindern schlimmes Leid widerfahren ist.
Somit ein kategorisches Nein zu den Forensik Plänen. Deshalb
an alle Verantwortlichen: Tut, was in eurer Macht steht, und
verhindert dieses Vorhaben.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 08.01.02
- Zweifel an Übergangslösung (WV) |
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Arbeitskreis gegen Forensikstandort kündigt scharfes Vorgehen
an
Zweifel an Übergangslösung
Hegensdorf/Büren (WV/han).
Ein schärferes Vorgehen gegen die Pläne des Landes,
im Haarener Wald eine Anstalt für psychisch kranke Straftäter
einzurichten, hat jetzt der Hegensdorfer "Arbeitskreis
gegen den Foresikstandort Stöckerbusch" angekündigt.
Nach Auskunft des Vorsitzenden Ulf Beyer meldeten sich immer
mehr besorgte Menschen beim Arbeitskreis und fragten nach dem
Stand der Dinge. "Reaktionen der Politiker sind dünn
gesäht", kritisiert Beyer.
Die Versammlung am Mittwoch, 16. Januar, 19.30 Uhr in der Stadthalle,
bei der Vertreter des Landes NRW über die Pläne informieren
werden, bezeichnen Beyer und |
seine Mitstreiter als "Werbeveranstaltung"
für eine Forensikeinrichtung im Bürener Stadtgebiet.
Beim jüngsten Treffen des Arbeitskreises sei seine weitere
Mobilisierung gegen die Pläne beschlossen worden. "Bevor
wir durch Vertreter der Landesregierung und des Landschaftsverbandes
eingelullt und beschwichtigt werden, greifen wir an", kündigt
Beyer an.
Er und seine Mitstreiter bezweifeln, dass die alten Gebäude
der Kaserne für eine Forensik-Anstalt überhaupt verwendet
werden können. Falsch sei es auch zu glauben, eine solche
Anstalt bringe Arbeitsplätze für die Region. Schließlich
sei es auch unglaubwürdig, dass es sich tatsächlich
nur um eine Über- |
gangslösung handeln werde,
wenn zuvor Millionen investiert würden. Falsch sei auch
die Behauptung, von einer solchen Einrichtung gehe keine Gefahr
aus.
"Wir erwarten von der Stadt Büren, dass kurzfristig
keine positive Entscheidung zugunsten des Forensikstandortes
getroffen wird. Wir erwarten weiterhin, dass den Bürgern
Zeit gegeben wird, sich umfassend zu informieren und dann deren
Entscheidung respektiert wird", stellt der Hegensdorfer
Arbeitskreis Forderungen und gibt zu bedenken: "Ein vorschnelles
Handeln unserer Interessenvertreter könnte sich bei kommenden
Wahlen als folgenschwerer Fehler erweisen."
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 09.01.02
- Bau nicht gegen den Rat möglich (WV) |
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Runge äußert sich zu Forensik
Bau nicht gegen den Rat möglich
Büren (WV/han).
Zum Thema Forensikanstalt im Haarener Wald, das derzeit die Gemüter
in Büren bewegt, hat gestern in einer Pressemitteilung Bürgermeister
Wolfgang Runge Stellung genommen. Er wehrt sich gegen den Eindruck,
Bürgermeister und Rat stünden dem Vorhaben positiv gegenüber.
Runge weist ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht der Fall
sei.
Das Land Nordrhein-Westfalen habe
die Überlegung an die Stadt Büren herangetragen, eine
Einrichtung zur vorübergehenden Unterbringung von psychisch
kranken Straftätern in Stöckerbusch auf dem ehemaligen
amerikanischen Militärgelände zu errichten, schreibt
Runge.
Im Gespräch mit dem Land seien sofort erhebliche Bedenken
aus den Reihen des Rates und vom Bürgermeister vorgetragen
worden, die die Punkte Sicherheit, Dauer und Nachfolgenutzung
betroffen hätten. Ferner, so Runge weiter, sei darauf bestanden
worden, die Bevölkerung umfassend von den Absichten des
Landes zu unterrichten. Diese Informationsveranstaltung wird,
wie vom WV |
mehrfach berichtet, am Mittwoch,
16. Januar, in der Stadthalle stattfinden.
"Ferner muss noch einmal festgestellt werden, dass eine
solche Einrichtung nicht ohne Zustimmung des Rates der Stadt
Büren und ohne Rückhalt in der Bevölkerung gebaut
werden kann und darf", stellt Runge klar. Gerüchten,
es liege bereits eine verbindliche Bauvoranfrage seitens des
Landes vor, fehle die Grundlage. Vielmehr sei dem Land bereits
mitgeteilt worden, dass eine positive Resonanz für das
Vorhaben in der Bevölkerung nicht zu erwarten sei, auch
wenn die Realisierung im allgemein politischen Interesse des
Landes liege.
In dem Schreiben heißt es weiter: "Dabei wurde noch
einmal auf die Vorbelastung der Stadt Büren durch die bereits
vorhandene Abschiebehaftanstalt und die forensischen Anstalten
in der Bürener Umgebung, wie Lippstadt, Warstein und Marsberg
hingewiesen."
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 10.01.02
- "Sicherheitsproblem besteht nicht" (WV) |
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SPD-Fraktionschef Ossenbrink lehnt Forensik nicht grundsätzlich
ab
"Sicherheitsproblem besteht nicht"
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Büren/Hegensdorf
(WV/han). Kritisch, aber "nicht grundsätzlich ablehnend"
stehe er persönlich der möglichen Einrichtung einer
Forensikanstalt im Haarener Wald gegenüber. Mit dieser
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Aussage hat SPD-Fraktionsvorsitzender
Gerd Ossenbrink jetzt auf eine Anfrage des Vorsitzenden des
"Arbeitskreises gegen den Forensikstandort Stöckerbusch",
Ulf Beyer, reagiert.
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In der SPD-Fraktion, so Ossenbrink
in einem Schreiben an Beyer, das dem WV vorliegt, gebe es zu
dem Thema "überwiegend sehr kritische bis ablehnende
Stimmen", er selbst sei insofern eine Minderheit. "Ich
halte die Forensik für einen unverzichtbaren Teil unseres
Rechts- und Strafvollzugssystems", betont Ossenbrink. Die
psychisch kranken Straftäter, die möglicherweise auf
dem ehemaligen amerikanischen Militärgelände untergebracht
werden könnten, würden nach den strengst möglichen
Einschlussvorschriften mit der größt möglichen
Sicherheitstechnik und ohne jede Lockerung in Haft gehalten.
Aus diesem Grund sehe er auch kein Sicherheitsproblem, so Ossenbrink.
"Eine Gefährdung von Menschen durch diese Einrichtung
ist nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen.
Die Sorgen und Ängste von Menschen gerade aus Hegensdorf
könne er verstehen und erklären, er könne sie
jedoch nicht teilen, macht der Sozialdemokrat deutlich. |
"Die Forensikeinrichtung würde
ein Invest von mehreren Millionen Euro und Beschäftigung
auch für Menschen bei uns bringen", so der Fraktionschef.
"Ich bin nicht so vermessen, das für gering zu achten
für eine strukturschwache Stadt in der heutigen Zeit."
Einen weiteren Aspekt begründet Grundschulleiter Ossenbrink
mit seinem beruflichen Hintergrund: "Ich weiß um
das Problem der Gewalt insgesamt und des sexuellen Missbrauchs
an Kindern. Vor den Tätern müssen wir uns schützen.
Dazu brauchen wir Einrichtungen der Forensik wie des Strafvollzugs
und zwar gute und sichere, ob in Münster, Dortmund, Herne,
Eickelborn oder, für einen vorübergehenden Unterbringungsnotstand,
vielleicht auch in Büren-Stöckerbusch."
Obwohl er also nicht grundsätzlich gegen das Projekt sei,
ist für Ossenbrink die entscheidende Frage bisher nicht
beantwortet: Was kommt nach den fünf Jahren Forensik an
den Standort im Stöckerbusch? "Wird diese Frage nicht
oder nicht so beantwortet, dass ich ein für unsere Stadt
vorteilhaftes und von der Bürgerschaft akzeptiertes Konzept
vorgestellt |
bekomme, werde ich, sofern es zu
einer Abstimmung kommt, mit Nein stimmen."
Kritik an
"Versteckspiel"
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Selbstkritisch räumt Ossenbrink in dem Schreiben an Ulf
Beyer ein, auch er habe sich, was die Informationspolitik über
das Thema Forensik angeht, auf das "Versteckspiel des Bürgermeisters
eingelassen". Bereits einen Monat, bevor die Pläne
am 20. Dezember durch die Presse an die Öffentlichkeit
gelangten, seien nämlich die Fraktionsvorsitzenden, die
stellvertretenden Bürgermeister und Hegensdorfs Ortsvorsteherin
von Bürgermeister Runge informiert worden. Einige Tage
darauf habe Ossenbrink seine Fraktion informiert.
Anfang Dezember seien dann der gesamte Rat und die Bürener
Kreistagsmitglieder in die Pläne eingeweiht worden. Danach
sei weiteres Stillschweigen vereinbart worden - "eine ebenso
naive wie falsche Vorgehensweise", kritisiert Ossenbrink
rückblickend.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 11.01.02
- Restrisiko bleibt bestehen: ... (WV) |
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Forensikgegner Ulf Beyer kritisiert Stellungnahme von Ossenbrink
Restrisiko bleibt bestehen:
Insassen haben nichts zu verlieren
Büren/Hegensdorf
(han). "Jeder, der in einer forensischen Einrichtung untergebracht
ist, ist eine tickende Zeitbombe. Diese Personen haben nichts zu
verlieren. Sie verhalten sich auch so, wenn es ihnen gelingt, aus
der Anstalt herauszukommen." Mit diesen Worten hat Ulf Beyer,
der Vorsitzende des Arbeitskreises gegen den Forensikstandort Stöckerbusch,
an SPD-Fraktionschef Gerd Ossenbrink appelliert, seinen Standpunkt
noch einmal zu überdenken. Ossenbrink hatte mitgeteilt, er
stehe einer Einrichtung für psychisch kranke Straftäter
im Haarener Wald zwar kritisch, aber "nicht grundsätzlich
ablehnend" gegenüber (das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT
berichtete).
Nicht teilen kann Beyer auch Ossenbrinks
Erwartung, die Errichtung der Anstalt durch das Land Nordrhein-Westfalen
bringe Arbeitsplätze für Büren. "Für
eine solche Einrichtung gibt es so gut wie keine Arbeitskräfte
in der Region", meint Beyer. Zwar wäre es vielleicht
möglich, junge Leute entsprechend auszubilden. Doch das
vertrage sich nicht mit dem Versprechen des Landes, es solle
sich beim Standort Stöckerbusch um eine Übergangslösung
handeln.
Ohnehin schenken Beyer und seine Mitstreiter dieser Zusage aber
keinen Glauben: "Wenn diese Anstalt erst einmal steht,
wird sie höchstens noch erweitert. Das Land investiert
doch keine Millionenbeträge für ein paar Jahre."
Beyer, im Berufsleben Polizist, stellt die Frage, ob es sich
bei der geplanten Einrichtung um Untersuchungshaft oder Unterbringungshaft
handeln solle. Unter Unterbringungshaft sei der ganz normale
forensische Vollzug mit allen Wiedereingliederungsmaßnahmen, |
zu denen auch begleiteter Ausgang
der Insassen gehört, zu verstehen. Untersuchungshaft dagegen
werde vorgenommen, wenn ein mutmaßlicher Täter eine
Straftat begangen hat und Flucht-, Verdunkelungsoder Wiederholungsgefahr
besteht.
Transparent und Plakataktion
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Mit einem Transparent mit der Forderung "Forensik Nein"
macht der Hegensdorfer Arbeitskreis, dem Ulf Beyer vorsteht,
jetzt an der Straße von Büren nach Bad Wün-nenberg
auf sich aufmerksam. In Bürener Geschäften hängen
zudem Plakate aus, auf denen der Arbeitskreis die Bürger
dazu aufruft, an der Informationsveranstaltung des Landes am
Mittwoch, 16. Januar, in der Stadthalle teilzunehmen und ihren
Protest gegen die Forensik-einrichtung kund zu tun.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 12.01.02
- Noch weitere Belastung nicht hinnehmbar (WV) |
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Menne äußert sich zu Forensik
Noch weitere Belastung nicht hinnehmbar
Büren/Bad Wünnenberg
(WV/han). Zum geplanten Bau einer Einrichtung für psychisch
kranke Straftäter im Haarener Wald hat gestern auch Bad Wünnenbergs
Bürgermeister Winfried Menne Stellung genommen. "Die Bürger
Bad Wünnenbergs erwarten, dass eine Forensik an der Grenze
unserer Stadt nicht eingerichtet wird, und sie erwarten auch, dass
sich der Rat der Stadt Büren eindeutig gegen eine solche Einrichtung
ausspricht", schreibt Menne.
Eine Einigkeit bezüglich der
Ablehnung einer forensischen Klinik sei offenbar nicht zu erreichen,
bedauert Menne. Er kritisiert, dass die Stadt Bad Wünnenberg
im Verfahren bisher nicht beteiligt worden sei und auch keine
Informationen vom Landes-Gesundheitsministerium erhalten habe.
Dabei lägen die Orte Haaren und Leiberg sogar näher
am geplanten Standort als die meisten Bürener Ortsteile.
"Bei einer solchen Entscheidung, die sich stadtübergreifend
auswirkt und durch die Ortsteile der Stadt Bad Wünnenberg
mehr betroffen sind als andere Gemeinden, erwarten wir umfassende
Information und Beteiligung, und das nicht nur in einer öffentlichen
Versammlung."
Keine Millionen für
Übergangslösung
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Die Veranstaltung am kommenden Mittwoch in der Bürener
Stadthalle, an der hochrangige Vertreter des Landes teilnehmen,
soll nach Mennes Einschätzung dazu dienen, "die Bevölkerung
darauf vorzubereiten, dass die Forensik zukünftig und auf
Dauer in Stöckerbusch stattfindet". Denn Investitionen
in Millionenhöhe rechtfertigten wohl kaum eine Übergangslösung.
Menne: "Wenn das nicht so wäre, könnte man auf
eine solche Versammlung verzichten und mit einem deutlichen
Schreiben aus Düsseldorf alle Befürchtungen aus der
Welt schaffen." |
Auch ihm sei klar, dass psychisch
kranke Straftäter untergebracht werden müssten, so
der Bürgermeister der Badestadt. Doch sei der heimische
Raum bereits jetzt mit Kliniken in Lippstadt, Warstein und Marsberg
sowie der JVA Stöckerbusch ein Schwerpunkt. "Nun soll
keiner kommen und sagen die Forensik passt gut dazu", so
Menne. Eine weitere Belastung könne nicht hingenommen werden.
Auch eine hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht, wie Beispiele
zeigten.
"Wir haben es mit enormen Anstrengungen geschafft, eine
Reha-Klinik nach Bad Wünnenberg zu bekommen, die sich am
Markt etabliert hat und der wir auch den Titel Bad zu verdanken
haben", geht er auf einen weiteren Aspekt ein. Zudem seien
die Städte Büren und Bad Wünnenberg zu einem
Zweckverband Erholungsgebiet zusammengefasst. In diesem Rahmen
sei mit enormen finanziellen Anstrengungen, unterstützt
vom Land, ein Gebiet für die Erholung von Menschen aus
der näheren und weiteren Umgebung entstanden, das laufend
weiter entwickelt werde.
"Es ist sicher einfacher, in einem ländlichen Raum
mit relativ wenigen Einwohnern gegen den Willen der Bevölkerung
eine Forensik zu etablieren, als in der Nähe eines Ballungszentrums",
vermutet der Bürgermeister.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 12.01.02
- Forensik-Pläne nicht klaglos hinnehmen (WV) |
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Aus Briefen an die Redaktion
Was passiert mit dem Standort Büren?
Forensik-Pläne nicht klaglos hinnehmen
Mit den in der Bürener Bevölkerung
scharf kritisierten Plänen des Landes Nordrhein-Westfalen,
im Haarener Wald eine Anstalt für psychisch kranke Straftäter
einzurichten, beschäftigt sieh auch Bärbel Olfermann,
Vorsitzende der Bürgerstiftung Büren, in einem Leserbrief.
Vor etwa vier Jahren wurde ich als Bürgerin Mitglied der
Bürener Standortkonferenz. Gemeinsam wurden die Stärken
und Schwächen unseres Städtchens analysiert und für
die Zukunft klangvoll "Büren steht für hohe Lebensqualität"
als Leitbild formuliert. Ein Leitbild, das auf eine gesunde
Wirtschaftsstruktur setzt und eine gesellschaftliche Entwicklung
vorsieht, mit der die Bedürfnisse der Bürger nach
Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung und vielfältiger
Freizeitgestaltung optimal abgedeckt werden sollen.
Alles in allem steht das Wohlbefinden der Bürger im Zentrum
der Ziele. Damals konnten wir noch so optimistisch durch den
Rahmen des Zukunftsfensters blicken, aktuell sieht es schon
ganz anders aus: quo vadis Bürener Krankenhaus und jetzt
gar noch eine Haftanstalt für |
psychisch kranke Straftäter
im Haarener Wald? Was bedeutet das für die Entwicklung
des Standorts Büren und das seinerzeit formulierte Leitbild?
Als Vorsitzende der Bürener Bürgerstiftung, deren
Ziel der Erhalt und die Entwicklung eines lebendigen Gemeinwesens,
getragen vom ehrenamtliehen und selbstverständlichen Engagement
einer starken Bürgerschaft, ist, möchte ich alle,
denen die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt nicht gleichgültig
ist aufrufen, sich zu informieren und mit zu diskutieren. Am
16. Januar im Theatersaal lässt sich deutlich zeigen, dass
uns unsere ländliche "Heile Welt-Idylle" nicht
soweit einlullt, dass wir klaglos hinnehmen, dass uns unliebsame
Einrichtungen und Entscheidungen so einfach vor die Nase gesetzt
werden können, die anderswo ganz massiv abgelehnt werden.
Vielleicht treffen in diesem Fall mal mündige, gut informierte
Bürger eine wichtige Entscheidung selbst für ihren
Heimat-(stand)ort.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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| 14.01.02
- "Äußerst mangelhafte und späte Aufklärung"
(WV) |
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SPD-Ortsverein Hegensdorf zur Forensik
"Äußerst mangelhafte und späte
Aufklärung"
Hegensdorf (WV). Eine "äußerst
mangelhafte und sehr späte Aufklärung" zum Vorhaben,
auf dem Gelände Stöckerbusch neben der Abschiebehaftanstalt
eine zeitliche begrenzte forensische Klinik zu errichten, hat
der SPD-Ortsverein Hegensdorf den Kommunalpolitikern vorgeworfen.
In einer bei seiner jüngsten Zusammenkunft beschlossenen
Stellungnahme merken die Sozialdemokraten an, die Bevölkerung
in der Stadt Büren und den umliegenden |
Gemeinden sei "nicht nur verunsichert,
sondern in hohem Maße verärgert".
"In der Forensik sitzen nicht nur Trieb- sondern auch kranke
Straftäter mit überaus großer Gewaltbereitschaft
ein. Diese Tatsache allein bedeutet eine hohe Gefahr für
die einheimische Bevölkerung", heißt es weiter.
Der SPD-Ortsverein Hegensdorf erklärt sich "solidarisch"
mit der Bevölkerung und lehnt die Erstellung einer Forensikanstalt
in der Region ab.
Quelle: Westfälisches Volksblatt |
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