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20-km-Strecke durch Wälder, am Fluß
entlang durchs Tal und um den Keddinghauser See
Kurzbeschreibung:
Die Wanderstrecke führt nach etwa zwei Kilometern durch das
Aftetal entlang an Wiesen, Waldrändern und der durch das Tal
fließenden Affe. Danach geht der Weg durch hohe Eichen-, Buchen-
und Fichtenwälder, vorbei an geschichtlich interessanten Naturdenkmälern
wie dem "Pestfriedhof", "der Wallburg" und Hügelgräbern
im Leiberger Wald.
Der Rückweg erfolgt an der Gemarkungsgrenze Leiberg/Hegensdorf
entlang. Nach der Durchquerung des Solbachtales wandern Sie durch
den "Eiksondern", den "Fuchtenberg" und um den
Keddinghauser See zurück zum Ausgangspunkt.
Weitere Informationen:
20-km-Strecke durch den Leiberger Wald mit historischen Schätzen:
Hügelgräber, Pestfriedhof und die Wallburg
Beim diesjährigen Bürener Wandertag am 25. April 1999
führt der größte Teil der 20-km Wanderstrecke durch
den Leiberger Wald, der mit seinen ausgedehnten Eichen-, Buchen
und Fichtenbeständen bei jedem Wetter auf den engagierten Wanderfreund
eine besondere Faszination ausübt.
Naturdenkmäler wie die Hügelgräber, der Pestfriedhof
und die Wallburg weisen darauf hin, daß der Leiberger Wald
in seiner geschichtlichen Vergangenheit nicht nur der Jagd und der
Forstwirtschaft diente, sondern auch Schutz vor Feinden bot und
den Toten Ruhestätte war. Die Wanderer werden, wie aus der
Wanderkarte ersichtlich ist, am Pestfriedhof und an der Wallburg
in einigem Abstand vorbeiwandern. Trotzdem lohnt es sich, auf diese
wichtige Stätten hinzuweisen.
Mitten im Dreißigjährigen Krieg, im Jahre 1635, breitete
sich in Leiberg die Pest aus und raffte mehr als 400 Bewohner des
Dorfes hin. Wie im Heimatbuch der Stadt Wünnenberg steht, reichte
einerseits der Dortfriedhof nicht aus, andererseits wollte man der
Ansteckungsgefahr entgehen. Deshalb brachte man die Toten nach "Fornholte",
einem Ort im Wald, welcher den Wüstungsvorgängen im Spätmittelalter
zum Opfer gefallen war, um sie dort zu bestatten. Zu diesem Ort
gehen die Leiberger alljährlich noch am Pfingstsonntag in einer
Prozession. Der Bartholo-mäustag (24. August), jener Tag, an
dem die Vorfahren den letzten Toten nach "Fornholte" brachten,
wird jedes Jahr als Dankfest gefeiert und gilt bei den Leibergern
als kleiner Nationalfeiertag.
Wenig erforscht ist die ebenfalls in diesem Bereich liegende Wallburg.
Gerhard Henkel schreibt in "Geschichte und Geographie des Kreises
Buren": "Etwa 500 m westlich des Pestfriedhofs liegt im
Walddistrikt 93 die stark dem Gelände angepaßte trapezförmige
Anlage der "Wallburg", deren Fläche 1,2 ha beträgt.
Der geländemäßig offene (südliche) Zugang von
der Hochfläche her wird in einem Abstand von 140 m durch einen
zusätzlichen Wall in Form einer Landwehr abgesperrt. Über
das genaue Alter der Leiberger ,Burg' gibt es nur sehr wenige Hinweise."
Etwa 1 km südlich dieser Wallanlage durchwandern die Teilnehmer
die "Zwietracht", ein Gebiet mit 56 Hügelgräbern
aus der Bronzezeit. Die heute noch gut zu erkennenden Hügelgräber
sind etwa 3.800 Jahre alt. Im Gegensatz zur Steinzeit, als alle
Toten zu einer gemeinsamen Bestattungsstelle in Steinkisten gebracht
wurden, bettete man die Verstorbenen seit 1.800 vor Chr. jeden einzeln
für sich und wölbte einen mächtigen Grabhügel
darüber. Im vergangene Jahrhundert wurden 14 dieser Grabhügel
im Auftrag der Regierung von W. Spanken untersucht. In allen fand
er zerbröckelnde Knochen und Kohlen mit Asche vermischt. In
vier Gräbern waren Beigaben:
eine Steinaxt, ein zweischneidiger Dolch mit einer Kette, ein 20
cm langer, unverzierter Dolch mit Spuren einer hölzernen Scheide,
ein goldener Ring, ein Wetzstein. Ferner ging aus den Angaben Spankens
hervor, daß ein Teil der Hügelgräber Brandbestattungen
barg.
Quelle: Wanderstreckenbeschreibung
anläßlich des Bürener Wandertages vom 25.04.2000
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